Popchansons 2006-2011 (Auswahl)
Annonce
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "soundso – Jetzt sind die Lichter aus".
Rote Strahlen lassen mich fallen
in den trockenen Sand.
Weich lande ich, ich gebe zu,
ich falle ziemlich galant.
Mein Player setzt mir ein Lied ins Ohr.
Ich würd es so gern teilen
mit jemandem, der es genauso liebt wie ich,
nachts am Meer zu bleiben.
Hundert Fotos hab ich gemacht
und dann die Kamera verbrannt,
weil sie meine tausend Gefühle
doch nicht festhalten kann.
Mein Player setzt mir ein Lied ins Ohr.
Ich würd es so gern teilen
mit jemandem, der es genauso liebt wie ich,
nachts am Meer zu bleiben.
Ich will keine Gedichte von dir
und bitte küss mich nicht.
Lass das Singen sein. Es reicht,
wenn du genauso gern fällst wie ich.
Dann fallen wir gemeinsam um.
Bis du wieder
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "soundso – Jetzt sind die Lichter aus"
und 2009 auf "Leben Leben Leben".
Denkst du vielleicht an mich, ich denk an dich,
weil ich an gar nichts Anderes denken mag.
Komm trockne dein Gesicht, die Tränen stehn dir nicht
und versalzen dir nur den schönen Tag.
Weil dieser Tage Tragik meinem Egoismus standhielt
und weil Grenzen uns jetzt nicht mehr trennen sollen,
weil meine zweite Chance sich in diesem Schwur begründet
kommt unsere Liebe, hoff ich, bald wieder ins Rollen.
Und du weißt, du hast mich Tag und Nacht,
weil ich bleib‘, bis du wieder lachst.
Ich kenne einen und der kennt eine
und die beiden kennen sich gut.
Er zerrt an ihr rum und sie haut einfach rein –
die beiden haben Rhythmus im Blut.
Und weil deine Sorgen auch meine sind
und ich meine Freuden gern mit dir teil,
biete ich dir ein Stück Leben, eben geben und vergeben,
an deiner meiner Seite, mit mir, feil.
Und du weißt, du hast mich Tag und Nacht,
weil ich bleib‘, bis du wieder lachst.
Schon in der Bibel steht, Gott hat die Menschen erdacht.
Viel interessanter ist doch aber: Warum hat er das gemacht?
Die Theorien divergieren, doch was man jetzt schon sagen kann,
grundlos hat er der Welt das nicht angetan.
Mir ist das alles piepegal, weil ich an dich denk,
weil ich an gar nichts Anderes denken mag.
Komm trockne dein Gesicht, die Tränen stehn dir nicht
und versalzen uns nur den schönen Tag.
Und du weißt, du hast mich Tag und Nacht,
wenn du weinst und wenn du lachst.
Das bist du
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien als Liveversion 2009 auf "Leben Leben Leben".
Und sollte mir mal ein großes Unglück passieren,
will ich, dass rote Rosen meinen Grabstein verzieren.
Obwohl ich weiß, dass von dem, was mich heute treibt
und stolz gemacht hat, nicht ein Fünkchen bleibt.
Schau ich mir die Unendlichkeit an,
seh ich so viele Dinge, die der Mensch nicht kann.
Und bei all den Fragen hab ich auch geklärt,
was wohl mein letzter Gedanke wär.
Das bist du.
Ich saß einfach nur da mit dem Bier in der Hand,
habe Sterne gezählt und ich hab erkannt:
alles was zählte und groß für mich war
verliert sich im Takt und ist bald nicht mehr da.
Drum: Sollte mir mal ein großes Unglück geschehn,
will ich wissen, wozu hab ich die Welt gesehn.
Und gibt es auch nur einen Grund dafür,
so weiß ich er steht direkt vor mir.
Das bist du.
Und wenns nur einen Grund zum Leben gibt,
so weiß ich, ich hab mich schon lang in ihn verliebt.
Das bist du.
Das Ende
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2009 auf "Leben Leben Leben".
Du hast in dir aufgeräumt und gestern Nacht
Beim Cocktail „Immergrün“ hast du Schluss gemacht.
Es ist besser für dich, ich weiß, und alles hier
ist ein verschworner Kreis, steht fest hinter dir.
Die große Sache, die uns mal verbunden hat.
All die Dinge, die ich für einen Vollidioten tat.
Und jetzt ist wieder Platz, weil du gekündigt hast.
Jetzt sitz ich unter unserm Baum, der Morgen schneit.
Ich sollt mich lieber freuen; endlich vielmehr Zeit.
Ich will auf dich pfeifen jetzt, ich streich mich blau,
blau bis in den Kopf, weil ich blau vertrau.
Die große Sache, die uns mal verbunden hat.
All die Dinge, die ich für einen Vollidioten tat.
Und jetzt ist wieder Platz, weil du gekündigt hast.
Jeder bleibt für sich bleibt für sich
bleibt für sich bleibt für sich allein.
Und im Vertrag stand nichts stand nichts von Ewigkeit.
Und jetzt ist wieder Platz, weil du gekündigt hast.
Die Droge
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2009 auf "Leben Leben Leben".
Man hat mich gewarnt, trotzdem hab ich dich probiert
auf der Suche nach dem großen Kick.
Tatsächlich schaffst du heute noch, was sonst kaum einer kann:
ich fühle einfach nur Glück.
Ich muss immer wieder den Weg zu dir nehmen
auf der Suche nach Befriedigung.
Sind wir zusammen, spüre ich nur wie du hilfst,
doch heimlich bringst du mich um.
Mach ihn hohl, meinen Kopf und zersetze mein Fleisch.
Mach mich göttlich, mach mich reich,
lass mich los – Nein, bleib!
Du bist für mich Traum und Alptraum zugleich.
Jeder hat ne Droge und träumt sich damit weg
und ich finde das gar nicht so verkehrt.
Ich baue sie ein in mein Lebensgleichgewicht
und weiß nicht, wer wem gehört.
Mach ihn hol, meinen Kopf und zersetze mein Fleisch.
Mach mich göttlich, mach mich reich,
lass mich los – Nein, bleib!
Du bist für mich Traum und Alptraum zugleich.
Ich hab geglaubt
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "soundso – Jetzt sind die Lichter aus".
Ich beiß auf meine Lippe,
weil ich nicht weiter weiß.
Wo ist das Ziel, ich wollte es finden
um jeden Preis.
Ich hab geglaubt, es wär die Liebe.
Das hab ich wirklich oft gesagt.
Jetzt steh ich hier verloren,
weil nach mir keiner nach mir fragt.
Find dein Glück, verdammt,
ärger dich nicht über den Preis.
Vater hofft immer noch auf die zündende Idee
und ich lauf im Kreis.
Ganz unverblümt; wenn ich jetzt springe,
wenn ich mir dieses Leben spar.
Was ist so schlimm daran, wir sterben
sowieso irgendwann einmal.
Du glaubst, du hältst mich, meine Liebe.
Doch was mich packt, ist die Vision.
Der Glaube, die Stimme, das Verlangen.
Denn wen kümmert das Nach-mir schon?
Find dein Glück, verdammt,
ärger dich nicht über den Preis.
Vater hofft immer noch auf die zündende Idee
und ich lauf im Kreis.
Es ist doch alles in Ordnung soweit,
die Sonne scheint und ich bin glücklich, zu sein.
Kein Tier
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2009 auf "Leben Leben Leben".
Verdammte Schurkerei, verdammtes Spiel, fühl ich dich denken,
Minuten, die uns bleiben, werden unser Koma lenken.
Das Dunkel flutet so wie meine Nachricht über dich.
Freunde bleiben, daran glauben wir wohl beide nicht.
Weil ich zuviel mit dir tat,
weil du zuwenig dich beklagtest,
weil blinde Liebe niemals weiß wohin sie geht
Haben wir das letzte Jahr umsonst gelebt.
Der Zweifel, der dann hinter deinen Lippen fest hing
macht mich glauben, dass die Sache dir noch ein Stück näher ging.
Ferne liegt, dass unsere Hände voll Vertrauen sich fassen,
Erinnerungen bremsen dich, sie wollen nicht verblassen.
Weil ich zuviel mit dir tat,
weil du zuwenig dich beklagtest,
weil blinde Liebe niemals weiß wohin sie geht
Haben wir das letzte Jahr umsonst gelebt.
Noch vor Stunden glaubte ich im Innern fest daran,
dass man so was mit drei Worten und Versprechen regeln kann.
Lass mich reden mit meinem Freund über dich
Ich wär kein Tier, doch daran glauben wir wohl beide nicht.
Weil ich zuviel mit dir tat,
weil du zuwenig dich beklagtest,
weil blinde Liebe niemals weiß wohin sie geht
Haben wir das letzte Jahr umsonst gelebt.
Kurz vor der Sonne
Text & Musik: Sebastian Opitz.
November 2006, noch nicht auf CD.
Ich stehe kurz davor, meinen Traum wahr zu machen.
Ich muss, das tut mir Leid, über die anderen Lachen,
die nichts schaffen, beeindruckt gaffen.
Denn ich weiß, dass ich weiß,
dass ich weiß, dass ich heute heute
Kurz vor der Sonne bin (allein im höchsten Glück).
Kurz vor der Sonne bin (allein im höchsten Glück).
Ich werde bald am Ziel sein, am Ende.
Dafür habe ich lange gekämpft.
Das lass ich mir von keinem nehmen.
Denn ich weiß, dass ich weiß,
dass ich weiß, dass ich heute heute
Kurz vor der Sonne bin (allein im höchsten Glück).
Kurz vor der Sonne bin (allein im höchsten Glück).
Ich tu, wie ich kann und folge meinem Willen.
Den Erfolg feiere ich für mich im Stillen.
Nimm dir keine Zeit für Liebe,
glaub nicht, du kämst so schnell ans Ziel.
Willst du es schaffen, oder wirst du gaffen?
Denn ich weiß, dass ich weiß,
dass ich weiß, dass ich heute heute
Kurz vor der Sonne bin (allein im höchsten Glück).
Kurz vor der Sonne bin (allein im höchsten Glück).
Leben Leben Leben
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2009 auf "Leben Leben Leben".
Ein Gedicht, dein Lieblingsbuch und deine Brille.
Ein Foto, auf dem du nochmal deine Zähne zeigst.
Die „üblichen Dokumente“ tragen deinen Namen,
es bleibt kaum mehr von dir, wenn du zu den Sternen steigst.
Die Vergangenheit seiner Frau verwahrt er in der Kiste,
ansonsten hat er sie schon ganz gut aus dem Kopf.
Und nach all den grauen Tagen sieht er nun wieder Himmel,
auf, dass das Schicksal nicht gleich wieder
an eine seiner Türen klopft.
Das Leben Leben Leben – du hast nur eins,
das Leben Leben Leben ist dein dein dein,
das Leben Leben Leben – du hast nur eins Eh eh!
Noch Monate hielt er sich an sein Versprechen
(er hatte ihr was von ewiger Liebe erzählt).
Jetzt lebt er in ner zweiten Ehe,
denn das Ende kommt oft früher als man will.
Die Vergangenheit seiner Frau verwahrt er in der Kiste.
Ansonsten hat er sie schon ganz gut aus dem Kopf.
Ab und zu legt er Blumen für sie nieder,
auf, dass das Schicksal nicht gleich wieder
an eine seiner Türen klopft.
Das Leben Leben Leben – du hast nur eins,
das Leben Leben Leben ist dein dein dein,
das Leben Leben Leben – du hast nur eins Eh eh!
Ein Gedicht, dein Lieblingsbuch und deine Brille,
ein Foto, auf dem du nochmal deine Zähne zeigst.
Die „üblichen Dokumente“ tragen deinen Namen,
es bleibt kaum mehr von dir, wenn du zu den Sternen steigst.
Mädchen
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "Soundso – Jetzt sind die Lichter aus"
und 2009 auf "Leben Leben Leben".
Ich hab heute ein schlechtes Geschäft gemacht,
die Leute haben mich deswegen ausgelacht.
Sie stehen da und grinsen.
Sie haben nicht kapiert,
dass es ein schöner Tag heut wird
diese Blinsen.
Mädchen du kannst es schaffen mit mir,
Mädchen ich will es schaffen mit dir,
Mädchen wir sind alleine hier,
Mädchen damit du nicht erfrierst.
Die Butter ist ranzig, die Brötchen sind alt,
der Joghurt trägt Pelz und der Kaffee ist kalt.
Frühstück ist fertig.
Die Hände zittern, mein Kopf explodiert,
ich werde alt, mein Leben hat mich geschmiert.
Ich bin fertig.
Mädchen du kannst es schaffen mit mir,
Mädchen ich will es schaffen mit dir,
Mädchen wir sind alleine hier,
Mädchen damit du nicht erfrierst.
Mit ihren Augen
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "soundso – Jetzt sind die Lichter aus".
Auf einmal brach der Winter rein
und nun fällt der erste Schnee.
Dabei wollte ich dieses Jahr
noch mal ins Freibad gehn.
Sie sagt, alles war wunderbar,
als sie noch ein Mädchen war
und ich weiß, ich will die Welt nicht
mit ihren Augen sehn.
Neue Zeiten, neue Sicht auf die Dinge
und immer bereit, ein neues Lied anzustimmen,
doch nur bis Ende Herbst, dann ist es zu kalt.
Der Fortschritt hat uns weit gebracht
und er tut keinem weh.
Doch schreiten wir zu schnell voran,
kann mancher unsern Gang nicht mehr verstehn.
Sie sagt, dass alles anders war,
als sie noch ein Mädchen war
und ich weiß, ich will die Welt nicht
mit ihren Augen sehn.
Neue Zeiten, neue Sicht auf die Dinge
und immer bereit, ein neues Lied anzustimmen,
doch nur bis Ende Herbst, dann ist es zu kalt.
Im Frühling die Knospen.
Im Sommer der Klee.
Im Sauseschritt in den Herbst.
Pass auf, die Zeit bleibt nicht stehn!
Auf einmal brach der Winter rein
und nun fällt der erste Schnee.
Dabei wollte ich dieses Jahr
noch mal mit ihr Spazieren gehn.
Sie sagte, es war wunderbar,
dieses lebenslange Jahr
und ich weiß, ich will die Welt nicht
mit alten Augen sehn.
Neue Zeiten, neue Sicht auf die Dinge
und immer bereit, ein neues Lied anzustimmen,
doch nur bis Ende Herbst, dann ist es zu kalt.
Auf einmal brach der Winter rein
und nun fällt der erste Schnee.
Dabei wollte ich dieses Jahr
noch mal ins Freibad gehn.
Sie sagt, alles war wunderbar,
als sie noch ein Mädchen war
und ich weiß, ich will die Welt nicht
mit ihren Augen sehn.
Neue Zeiten, neue Sicht auf die Dinge
und immer bereit, ein neues Lied anzustimmen,
doch nur bis Ende Herbst, dann ist es zu kalt.
Der Fortschritt hat uns weit gebracht
und er tut keinem weh.
Doch schreiten wir zu schnell voran,
kann mancher unsern Gang nicht mehr verstehn.
Sie sagt, dass alles anders war,
als sie noch ein Mädchen war
und ich weiß, ich will die Welt nicht
mit ihren Augen sehn.
Neue Zeiten, neue Sicht auf die Dinge
und immer bereit, ein neues Lied anzustimmen,
doch nur bis Ende Herbst, dann ist es zu kalt.
Im Frühling die Knospen.
Im Sommer der Klee.
Im Sauseschritt in den Herbst.
Pass auf, die Zeit bleibt nicht stehn!
Auf einmal brach der Winter rein
und nun fällt der erste Schnee.
Dabei wollte ich dieses Jahr
noch mal mit ihr Spazieren gehn.
Sie sagte, es war wunderbar,
dieses lebenslange Jahr
und ich weiß, ich will die Welt nicht
mit alten Augen sehn.
Neue Zeiten, neue Sicht auf die Dinge
und immer bereit, ein neues Lied anzustimmen,
doch nur bis Ende Herbst, dann ist es zu kalt.
Noch was erleben
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "Meine Pirouetten".
Sich zu erfreuen an dem Geruch
eines frischen Apfelkuchens,
zu genießen jene Lust,
mal etwas Anderes zu versuchen,
hat schon mancher primitiv genannt.
Der Wert der Dinge wird leicht verkannt.
Seitdem ihr Arzt ihr was erzählt hat
versucht sie nicht mehr, erwachsen zu sein.
Seitdem versucht sie,
sich über jeden Geruch zu freuen.
Sie will ja noch was erleben in diesem Leben,
das so schön begann.
Sie will ja noch was erleben,
solang sie das noch Leben nennen kann.
Das höchste Glück in der Natur –
sie jedes Jahr erneut erleben,
zu atmen warme Grashalmwinde pur
und mit den weißen Wolken oben schweben,
hat schon mancher primitiv genannt.
Der Wert der Dinge wird leicht verkannt.
Seitdem sie kapiert hat,
worum es eigentlich geht,
redet sie nicht über Zukunft.
Die ist auf jetzt verlegt.
Sie will ja noch was erleben in diesem Leben,
das so schön begann.
Sie will ja noch was erleben,
solang sie das noch Leben nennen kann.
Es ist schwer zu sagen,
was will ich noch sehn,
bevor ich geh.
Seitdem sie geweint hat,
treibt die Zukunft voran.
Seitdem packt sie alles an
was sie anpacken kann.
Sie will ja noch was erleben in diesem Leben,
das so schön begann.
Sie will ja noch was erleben,
solang sie das noch Leben nennen kann.
Sie will ja noch was erleben in diesem Leben,
das so schön begann.
Sie will ja noch was erleben,
in diesem Leben, in ihren jungen Jahren.
November
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2009 auf "Leben Leben Leben".
Ist das nicht wunderbar traurig,
dass unsere Empfindung bis zum Schluss
so intensiv wahr?
Ich find das schaurig schön,
wenn zwei sich trennen im November,
obwohl sie noch so lange so lange.
Man muss heulen und sich freuen
über das was uns bevorsteht.
Wir hören auf, wenn es am schönsten ist.
Wir leiden, lächeln beide drüber,
weil wir wissen, die Erinnerung
wird wohl gut.
Als hätten wir das Glück gebastelt
und es dann verschenkt.
Weißt du noch was wir sagten?
Es wird wie in einem Liebesfilm.
Man muss heulen und sich freuen
über das was uns bevorsteht.
Wir hören auf, wenn es am schönsten ist.
Nutellabrot (2006)
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2009 auf "Leben Leben Leben".
Süßer als ein Korb frisch gepflückter Erdbeeren
bist du und du tust gut, drum will ich dich verzehren.
Du bist besser als der beste Brotaufstrich,
schon die schöne Flut von Endorphinen spricht für sich.
Will dich morgens lieber als ein Honigtoast
und auch mittags verspeis’ ich dich getrost.
Nach dem Abendbrot nehm ich dich mit ins Bette
doch am Besten wärs, wenn ich dich immer hätte.
Du fragst mich nur: Warum?
Du bist mein Nutellabrot,
du bist ne Sahnschnitte und not-
falls fall ich über dich her, bitte nimm das in Kauf.
Ich knabber dich nur an, ich fress dich schon nicht auf.
Das Auge isst mit, drum bin ich von dir wohl genährt.
Liebe geht durch den Magen, was den Anlass dieses Lieds erklärt.
In Wirklichkeit will ich gar nicht in dich beißen,
obwohl vielleicht doch – ich muss mich schon zusammenreißen, weil
in meinen Augen deine Ohren kleine Häppchen sind
und deine Lippen mich verführen wie Zucker und Zimt.
Ich bin Gourmet, auf Delikatessen spezialisiert,
weshalb mich ganz besonders dein Mund, deine Nase,
deine Ohren, deine Finger, dein... ach eigentlich alles interessiert.
Du fragst mich nur: Warum?
Du bist mein Nutellabrot,
du bist ne Sahnschnitte und not-
falls fall ich über dich her, bitte nimm das in Kauf.
Ich knabber dich nur an, ich fress dich schon nicht auf.
Reh erlegt (2011)
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Noch nicht auf CD.
Ich hab ein Reh erlegt, es sprang so wild umher
jetzt lass ich das Zitternde zurück
keine Ahnung meine Flinte wollte nicht mehr länger warten
und schoss vom Freiwild ihr Stück
Ein Rosa Pfeil, tief sitzt der Schreck,
du bleibst alleine, ich bin weg.
So jung, graziös, allein unterwegs,
ich will es schützen, besitzen
und dann nie wieder sehen, Ohoh.
Schlanke Beine, verstohlene Blicke haben
in mir den Jäger geweckt
ein Schuss ein Treffer, einmal wieder Mann sein
bis der Bedarf gedeckt.
Glaubst du wirklich, was andere erzählen,
könnte dir, kann dir nie passieren?
So jung, graziös, allein unterwegs,
ich will es schützen, besitzen
und dann nie wieder sehen, Ohoh.
Ich hab ein Reh erlegt, Ich hab ein Reh erlegt,
das weiß nun um der Männer Gier,
gelernt haben wir beide für unsere Tage
ich denk an Sie, sie meidet mein Revier.
So jung, graziös, allein unterwegs,
ich will es schützen, besitzen
und dann nie wieder sehen, Ohoh.
Schachteln (2011)
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Noch nicht auf CD.
So viele Motive, Airbrush ist echt chic
Der runde Colani, ein Meisterstück
Oder in Rot, mit Rädern und ein Lenkrad rein
einmal im Leben möcht ich wie Schumi sein.
Oder klassisch aus Eiche, innen mit Kissen
und goldnen Ornamenten, sie müssen wissen:
Ich hab darüber bisher keinen Wimpernschlag gegrübelt
doch ich will nicht, dass mir einer diesen Tag versaut.
Ich hab Bammel, dass mein Neffe mir die Show am Ende übel nimmt.
Ich mich diesem Fachmann anvertraut.
Gelb lackiert und Schmale Fenster, der urban U-Bahn-Style
Oder edel aus Glas, Schneewitchen hatte auch son Teil
Schau mal hier: mit Notbeleuchtung, manchmal geht's ja schief,
der VW Polo legen Sie den auf Wunsch auch tief?
Oder klassisch aus Eiche, innen mit Kissen
und goldnen Ornamenten, sie müssen wissen:
Ich hab darüber bisher keinen Wimpernschlag gegrübelt
doch ich will nicht, dass mir einer diesen Tag versaut.
Ich hab Bammel, dass mein Neffe mir die Show am Ende übel nimmt.
Ich mich diesem Fachmann anvertraut.
Jetzt erlieg ich dem guten Gefühl,
endlich zu wissen was ich eigentlich will.
Qualität und Ehre in den letzten Stunden
ich hab mich nicht umsonst ein Leben lang geschunden.
Zum Abschied dickes Futter und Blümchen dran,
und dann schau ich mir die Blümchen von unten an.
Schalter
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "soundso – Jetzt sind die Lichter aus".
Irgendjemand hat am Schalter gespielt
und darum sind die Lichter aus.
Das ist ganz schlimm, weil jetzt das Chaos regiert
in dieser Stadt in jedem Haus.
Und alle wollen wissen, wer das war.
Der Schuldige wird geköpft ist doch klar.
Verdammt. Hat ihn jemand gefragt, warum er das tat?
Irgendjemand hat am Schalter gespielt,
darum sind alle Zahlen verdreht.
Das ist ganz schlimm, weil jetzt keiner mehr weiß,
an welcher Stelle er steht.
Jemand stellt die Ordnung wieder her.
Jeder klagt, weil man angeblich vorher
in der Wertung an einer höheren Stelle gewesen wär.
Los wir schlagen uns die Köpfe ein wie die Großen.
Wir vertrauen nur uns und sonst keinem wie die Großen.
Die Füße kommen in Beton, die Köpfe in die Schlaufen rein
und dann ziehen wir an einem Strang,
wie die Großen wollen wir sein.
Irgendjemand hat am Schalter gespielt
und das Licht ist wieder an.
Das ist ganz toll weil man jetzt auch nachts
wieder richtig schuften kann.
Der Bauer, der das nicht gut fand,
war ein ganz böser Sympathisant,
und flog mit Frau und Kuh aus unserem glorreichen Land.
Irgendjemand hat gesagt, das Ganze wäre nie passiert,
hätte man den Schalter gar nicht erst montiert.
Los wir holen den Galgen in die Stadt
und dann baumelt der Idiot daran,
der den Schalter erfunden hat.
Los wir schlagen uns die Köpfe ein wie die Großen.
Wir vertrauen nur uns und sonst keinem wie die Großen.
Die Füße kommen in Beton, die Köpfe in die Schlaufen rein
und dann ziehen wir an einem Strang,
wie die Großen wollen wir sein.
Stautraum
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2009 auf "Leben Leben Leben".
Es schneit und ich steh im Stau
ich ess die Krümel von meiner Hose
mein Termin muss auf mich warten
ne halbe Stunde schon
Nichts bewegt sich, damit der Schnee in Ruhe fallen kann
und die Bahnbenutzer grinsen beim Vorbeifahren
Ich wäre schon lang da mit der Tram - egal.
Auf einmal brennt der Wagen vor mir
in den schönsten Farben nur zum Spaß
die Männer von der Müllabfuhr
behängen kahle Bäume mit buntem Glas
und ein Zeppelin aus Kokosfett
schwebt über usn weil ihn der Wind herbließ
undich fress Blumen von der Wiese,
die sich vom Schnee vergraben ließ,
die sich vom Schnee vergraben ließ.
Das Radio erählt mir: Obama wird Präsident
und die neueste Staffel läuft an von „Germany's Next Topschrottel“
und bald und bald und bald ist die Hose krümelfrei.
Nichts bewegt sich, damit der Schnee in Ruhe fallen kann.
Und die armen Schweine vor und hinter und neben mir
ärgern sich wie Sau über den schönen Stau.
Da fallen Äpfelchen vom Himmel,
entkernt, geschält und halbiert.
Und eine Vogelschar hat die Wolken
regenbogenfarben tapeziert
auf meinem Rücksitz spielt ne Blasmusikkapelle –
zum Glück bloß Skat.
Ein Rudel Hörspielkassetten tanzt den Limbo
und erwürgt sich im Bandsalat, im Bandsalat.
Tage wie dieser
Text & Musik: Sebastian Opitz.
2006 geschrieben, noch auf keiner CD.
Gleich zweimal eine Schönheit neben mir,
doch ich kann beiden nicht imponieren,
denn in Gedanken koch ich grad mit dir
nach neuem Rezept.
Und immer wieder fragt mich diese Welt,
wann meine Puppe sich zu mir gesellt.
Und ich sag, sie hat schon den Flug bestellt
und ist bald da.
Die paar Monate waren kurz
die paar Monate waren lang
ich hatte echt gedacht
wir könnten das nicht ertragen.
In meinen Adern kocht es schon
In meinen Adern peitscht der Hohn.
Bleibt die Liebe uns zum Lohn?
Wer weiß das schon.
Und ich will nicht länger allein sein, nein.
Morgen sind wir wieder zwei.
Tage wie dieser retten mein
bescheidenes Dasein.
Die paar Monate waren kurz
die paar Monate waren lang
ich hatte echt gedacht
wir könnten das ertragen.
Die paar Monate waren kurz
die paar Monate waren lang
ich hatte echt gedacht
wir könnten das nicht ertragen.
Verstärker
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "soundso – Jetzt sind die Lichter aus".
Ich hasse das, zu sehen,
wenn Andere auf der Bühne stehen,
sich die Mädels für sie drehen,
obwohl sie nix von Musik verstehen.
Ich will auch ein kuhler Rocker sein
und wie die Anderen will ich schrein
immer mitten in das Mikro rein.
Bald bin ich ein Star, bald rock ich die Welt,
mein Vati hat mir nen Verstärker bestellt.
Alles was ich zum Rocken brauch:
Distortion, Wahwah, Schall und Rauch
und wie die Anderen hab ich auch
schon längst den Rockbeat drauf.
Die Welt wird sich um mich drehen
und die Rockstars werden den
King Of Rock in Farbe sehen.
Die Gitarre ist nur was wert,
wenn man sie rücksichtslos verzerrt.
Nur die Lautesten werden gehört!
Bald bin ich ein Star, bald rock ich die Welt,
mein Vati hat mir nen Verstärker bestellt.
Und ich rock, rock, rock, rock...
Bald bin ich ein Star, bald rock ich die Welt,
mein Vati hat mir nen Verstärker bestellt.
Und ich Rock, Yeah!
Woher kommt die Welt?
Text & Musik: Sebastian Opitz.
Erschien 2007 auf "Meine Pirouetten".
Tschuldigung, woher kommt die Welt,
haben Sie die vielleicht bestellt?
ich möcht das gern wissen,
damit ich beruhigt schlafen kann.
Mal im Ernst, sie glauben doch nicht auch,
dass Gott das alles gemacht hat.
Ich mein, wer hat dann den Gott gemacht?
Sie sehen, das ist fatal,
wir leben und wissen nicht mal,
woher das alle kommt
und wohin wir gehen.
Können Sie sich vorstellen, dass ich mich
seit Tagen nicht mehr wohl fühl
in meiner Haut?
Tschuldigung, woher kommt die Welt,
haben Sie die vielleicht bestellt?
ich möcht das gern wissen,
damit ich beruhigt schlafen kann.